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Hochwasser

Informationen zum Hochwasserschutz

Gemeinderat Gessertshausen: Sitzung am 10.12.2007, 19.30 Uhr im Rathaus
Weiterer Hochwasserschutz an der Schwarzach

Ein Zweckverband widmet sich dem Hochwasserschutz an der Schwarzach. Dieses Gremium wird von den Anliegergemeinden finanziert. Bei Sitzungen treffen sich um die zwanzig Personen und sprechen über Projekte. Planungsbüros arbeiten dem Gremium zu. Sie erstellen Bemessungen und Abflußmodelle. Sie machen Vorschläge, an welchen Orten mit wie großen Rückhaltebecken und anderen Maßnahmen die Wassermengen in welchem Umfang beeinflußt werden können.
Manche Vorschläge werden von den Auftraggebern, den Gemeinden, in Gemeinderatssitzungen besprochen.
Folgender Vorschlag wurde am 5.2.2007 vom Vertreter des Büros Aqua Soli Traunstein in einer Gemeinderatssitzung in Gessertshausen gemacht: Bei einem Staubecken oberhalb Gessertshausens sei "eine gewisse Synergie" zu erzielen durch gemeinsame Damm- und Straßenplanung (Südumfahrung B300).
Zweiter Bürgermeister Kopp forderte damals in seiner Wortmeldung die Berücksichtigung dieses Sachverhaltes bei der anstehenden Vorentwurfsplanung für die Umfahrung B300. Dieser Vorschlag sollte im Gemeinderat besprochen werden.

Protokollnotiz nach Besuch der Gemeinderatssitzung:
Berthold Greim, Vorsitzender des "Zweckverbandes zur Unterhaltung und für Hochwassermaßnahmen für Gewässer III. Ordnung im Bereich Bobingen, Diedorf, Gessertshausen, Großaitingen und Schwabmünchen" stellt in seinem etwa dreiviertelstündigen Vortrag zum Stand der Gremienarbeit zwischen 9. Sitzung (am 10.10.2007) und 10. Sitzung (geplant für 20.2.2008) fest, daß "etwa zwanzig Jahre" vergehen werden bis zur vollendeten Umsetzung der vom Zweckverband momentan angestrebten Hochwasserschutzmaßnahmen. Der ökologische Ausbau der Schwarzach wurde als Musterstrecke auf Höhe des Klosters 2007 fertiggestellt. Ein weiterer Abschnitt von 700 Metern kann 2008 folgen, in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde als Gewässerunterhaltsmaßnahme, nicht als Ausbaumaßnahme.
Ein Hochwasserrückhaltebecken bei Oberschönenfeld könne im Jahr 2008 beschlossen und geplant, 2009 dann realisiert werden, weil hier nur mit einem Gegenüber (dem Kloster Oberschönenfeld), allenfalls mit zweien (dem "Forst") als Grundeigner zu "verhandeln" sei. Das Oberschönenfelder Becken reduziere die Wassermenge der Schwarzach um 5m3/sek. In Waldberg sei die Lage schwieriger. Der Widerstand der Grundeigner, der Bauern, sei einfach da. "Und die kriegen doch Entschädigung." Und mehr wolle er "öffentlich" ( ! ) nicht sagen . . .
Nach der Darstellung der Schwierigkeiten beim Grunderwerb für den Damm in Waldberg kommt Greim auf die Situation in Gessertshausen zu sprechen. Hier wäre der Damm mit seiner fünf Meter hohen Mauer "an genau der Stelle, an der die Südumfahrung B300 geplant ist". Dann spricht der Bürgermeister: "Miar miasn iadsd blos aufbassa, daßmer ned . . . " Soweit das wörtliche Zitat. Was er meint? Das Tabu. Die Straße.
Zwei sprechen dennoch zum Thema Südumfahrung B300.
Zweiter Bürgermeister Kopp sieht die Errichtung des Hochwasserschutzdammes zeitlich an den Bau der Südumfahrung B300 gebunden und verzögert. Vielleicht wird aber doch umgekehrt ein Schuh draus: Mit der Südumfahrung  k o m m t  es zum Hochwasserschutz, etwa im Jahr 2015.
Gemeinderat Wagner fordert ein den Synergieeffekt gemeinsamer Planung von Damm und Straße. Das kann der Gemeinderat Wagner schon fordern, kann einer sagen. Dafür aber bräuchte die Gemeinde durchsetzungsfähige Köpfe  . . .  Aber wo sind die?